Als Vater zum Elternabend

In der Schule mitreden und mitgestalten

Text zuletzt aktualisiert: 01.02.2024

Der nächste Elternabend steht an: Mütter und Väter sind herzlich willkommen

Eltern unterstützen ihre schulpflichtigen Kinder auf vielfältige Weise: Sie motivieren und wecken Interesse an schulischen Themen, sie lernen zusammen mit den Kindern oder helfen ihnen bei den Hausaufgaben. Und auch die Elternvertretung ist ein Ort, an dem man dem eigenen Kind und anderen Kindern Gutes tun kann. Es ist gleichzeitig eine wunderbare Gelegenheit, dem eigenen Sohn oder der eigenen Tochter in dem wichtigen Lebensbereich Schule ganz nah zu sein.

Image

Väter ausdrücklich erwünscht!

Einmal pro Halbjahr – bei Bedarf auch häufiger – versammeln sich Eltern in Klassenräumen: Elternabend! Manchmal gibt es Kuchen oder Häppchen, etwas Kaffee vielleicht. Meist hocken die Eltern auf den Plätzen, an denen tagsüber ihre Kinder Geometrie oder Grammatik büffeln. Die Sitzungen sind eine Gelegenheit, sich als Eltern besser kennenzulernen, Kontakt mit Lehrkräften zu bekommen und vor allem: zu erfahren, welche Themen in der Klasse und der Schule gerade anstehen, wo es Probleme gibt, wie die nächste Klassenfahrt ausschauen soll oder wie der Unterricht gestaltet wird. 

In vielen dieser Runden ist es ähnlich wie bei den Elternsprechtagen: Väter sind vergleichsweise seltener dabei als Mütter. Dabei sind Elternabende eine gute Möglichkeit, aus erster Hand etwas über die Schule, die Klasse und andere Eltern zu erfahren. Und gerade Väter, die Vollzeit arbeiten und am Schulalltag ihrer Kinder nicht so nah dran sind, bekommen hier viel mit. Der Austausch mit den Lehrkräften und anderen Eltern kann helfen, sich über viele Fragen eine fundierte Meinung zu bilden, zum Beispiel über die Ausrichtung der Schule, besondere Fächerangebote und schulische Projekte.

Mitreden und Gestalten

Auch wenn Väter in manchen Elternkonferenzen in der deutlichen Minderzahl sind – “Fremdkörper” sind sie definitiv nicht: Die anwesenden Väter übernehmen gerne Funktionen und werden auch besonders häufig in Posten wie den Pflegschaftsvorsitz gewählt. 

Über die Elternpflegschaft und die Schulkonferenz können die Väter aktiv mitmischen. Sie sorgen für mehr Transparenz zwischen Schule und Elternschaft und helfen bei Problemen mit Lehrkräften, indem sie ausgleichen und vermitteln. Und sie können sogar das Schulprogramm mitentwickeln: die Ausstattung der Schule, das Fächerangebot und die Frage, ob die Schule eher musisch, technisch oder zweisprachig ausgerichtet sein sollte. Das alles sind Punkte, bei denen die Meinung der Eltern gefragt ist. Eltern, die wissen, was in der Schule vor sich geht und die in der Pflegschaft organisiert sind, haben es auch deutlich leichter, die entscheidenden Verwaltungsstellen auf Missstände aufmerksam zu machen, wenn etwas schiefläuft. Denn die Schulen selbst sind als staatliche Organisationen nicht ganz frei, wenn es darum geht, in der Kommune Druck auszuüben, zum Beispiel um Geld für die Sanierung von Toilettenräumen zu bekommen.

Bandleader gesucht

Aber Väter können sich auch persönlich, mit ihren Hobbys oder ihren Fähigkeiten in den Schulalltag einbringen. Wer beispielsweise gerne Musik macht, kann über die Pflegschaft eine Band oder einen Chor gründen. In Schul-AGs legen passionierte Gärtner mit den Kindern Blühwiesen oder Nutzgärten an und Handwerker zimmern mit ihnen neue Möbel für die Aufenthaltsräume. Auch das Berufsleben lässt sich in die Schule integrieren: Eine Werksbesichtigung im Betrieb des Vaters macht das eigene Kind stolz und kann für die anderen ein neuer Impuls bei der Berufswahl sein. Den Schulen würde es guttun, wenn sich in allen Bereichen mehr Väter engagierten. Und den Schulalltag ihrer Kinder mitzugestalten, macht auch Vätern Spaß.

Wo finden wir Hilfe und Beratung?

Die Landeselternkonferenz NRW steht Eltern als Informations-, Diskussions- und Arbeitplattform zur Verfügung. Mit Fragen und Anregungen wenden Sie sich gern an die Landeselternkonferenz NRW, E-Mail: info@lek-nrw.de.

Über die Möglichkeiten der Schulmitwirkung informiert das Schulministerium NRW auf ihrer Website zum Schulleben. 

Die Landeselternkonferenz (LEK NRW) vertritt die Interessen von Eltern aller Schulformen gegenüber Ministerien und Öffentlichkeit. Informationen und Ansprechpersonen finden Sie auf der Internetplattform. 

Informationen über den Bundeselternrat als Dachorganisation der Landeselternvertretungen in Deutschland finden Sie unter www.bundeselternrat.de

Broschüren Zum Download

Einen Überblick über die verschiedenen Schulgremien und Informationen über deren Aufgaben und Arbeit bietet die Elternbroschüre „Das ABC der Elternmitwirkung.“