Zum Inhalt wechseln
Familienportal
Logo MKJFGFI NRW

Prognos-Studie Väterfreundlichkeit

Wie väterfreundlich ist die deutsche Wirtschaft?

Wie väterfreundlich ist die deutsche Wirtschaft?

Beim Thema Familienfreundlichkeit rücken Väter zunehmend in den Fokus. In nahezu jedem fünften Unternehmen hat sich die Väterfreundlichkeit innerhalb der letzten Jahre langfristig verbessert. Jetzt hat eine Prognos-Studie die Väter besonders in den Blick der Personalpolitik genommen. Es zeigt sich, dass vor allem jungen Vätern die gute Balance von Arbeit und Familie ein wichtiges Anliegen ist. Doch in vielen Betrieben lässt die väterfreundliche Unternehmenspolitik noch zu wünschen übrig. Das muss sich ändern, wollen Unternehmen in Zukunft ihr Fachkräftepersonal sichern.

 

Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf liegt bei jungen Vätern hoch im Kurs

Aktive Vaterschaft lautet das Motto vieler junger Familienväter. Immer mehr Elternpaare suchen nach gleichberechtigten Lösungen für eine partnerschaftliche Wahrnehmung von Job und Familienaufgabe, denn Väter wollen das Aufwachsen ihrer Kinder ebenso nah begleiten wie die Mütter. Es geht um gemeinsame Verantwortung und ein gerechtes Aufteilen von Erwerbs- und Familienarbeit. Doch was sich in der Theorie gut anhört, ist in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen. Wie sieht es in deutschen Unternehmen aus mit der Väterfreundlichkeit? Eine im Dezember 2022 veröffentliche Väterstudie gibt Aufschlüsse. Für die Analyse wurden im Sommer 2022 rund 600 Personalverantwortliche und Geschäftsführungen repräsentativ befragt und mit den Einschätzungen und Wünschen von 1.000 erwerbstätigen Vätern mit minderjährigen Kindern verglichen.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Väterstudie auf einen Blick

Fazit aus den Studienergebnissen

 

  • Die Wechselbereitschaft von Vätern ist ein unterschätztes Unternehmensrisiko. Rund 450.000 Väter haben schon einmal den Arbeitgeber gewechselt, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Rund 770.000 Väter denken häufig darüber nach. Mehr als eine Million erwerbstätiger Väter denkt zumindest manchmal über einen Jobwechsel nach, um die Vereinbarkeit zu verbessern. 
  • Unternehmen können ihre Arbeitgeberattraktivität steigern und damit ihr Fachkräftegewinnung stärken, wenn sie aktiv eine väterfreundliche Personalpolitik betreiben. 
  • Zu einer väterfreundlichen Personalpolitik gehören neben vereinbarungsfördernden Maßnahmen eine speziell auf Väter ausgerichtete Kommunikationsstrategie sowie eine väterfreundlich gelebte Unternehmenskultur.  
  • Führungskräfte spielen eine besondere Rolle auf dem Weg zu mehr Väterfreundlichkeit. Sie sollten Vereinbarkeitsangebote selbst in Anspruch nehmen und dafür als gutes Vorbild werben.  
  • Unternehmen, die ihre Väterfreundlichkeit stärken, können ihre Zukunftsfähigkeit stärken und Wettbewerbsvorteile auf dem Arbeitsmarkt sichern.  
      

Die Prognos-Studie von Dezember 2022 wurde im Auftrag des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt.

 

Wo finden wir Hilfe und Beratung?

In der kostenlosen Toolbox auf der Webseite des Projekts “ZEITREICH” finden Sie viele hilfreiche Impulse für agiles, flexibles und mobiles Arbeiten:
https://projekt-zeitreich.de/toolbox/  

Das Unternehmensnetzwerk “Erfolgsfaktor Familie” bietet Ihnen die Möglichkeit, sich mit anderen Unternehmen sowie mit Experten und Expertinnen auszutauschen. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei und bietet viele praxisnahe Informationen und Hilfestellungen für die Umsetzung in Ihrem Betrieb.
https://www.erfolgsfaktor-familie.de/erfolgsfaktor-familie/mitmachen-im-netzwerk 

BroschürenZum Download

Den Prognos Bericht mit allen Ergebnissen im Detail können Sie hier herunterladen

Handlungsempfehlungen für eine väterfreundliche Personalpolitik bietet die Broschüre “Familienbewusste Personalpolitik für Väter – so funktioniert’s” vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.